Sichtweisen

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Sehen Sie's mal wie wir!

Transkript

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00:00:07: Sie ist Kirchenmusikerin und lebt und arbeitet in Leipzig.

00:00:27: Wie die Neugeher sieht sie zuerst nach Nordnorwegen, und schließlich in eine ostdeutsche Stadt geführt hat, erzählt sie im folgenden Interview Solvei Marie Oma berichtet, wie sie als blinde Musikerin ihren Weg gefunden

00:00:40: hat

00:00:41: und ihr Wissen zu barrierefreier Musik weitergibt.

00:00:44: Sichtweisend Redakteurin Ute Stefanie Manzion hat mit ihr gesprochen.

00:00:55: Was hat sie denn von Norwegen nach Leipzig verschlagen?

00:00:59: Ich glaube irgendwie war ich immer sehr wirklich so übemäßig neugierig von Ausland und Ausländer, und andere Kulturen.

00:01:11: Also seit meiner Kindheit schon immer wenn Ausländer in Raum war was so?

00:01:18: mit denen möchte ich reden.

00:01:18: das ist so spannend.

00:01:20: ja und später auf Sprachen fand ich total spannend.

00:01:23: vielleicht erst mal nicht in der Schule Ich war eher so eine so ein real fangst Ypso Mathematik Naturwissenschaft sowas immer noch eigentlich.

00:01:32: aber die Sprachen kamen auch dazu.

00:01:35: Ja, erst mal.

00:01:35: Also ich hatte seit ganz lange der Traum ein Auslandsjahr zu machen und das ist ja eine große Arbeit zu organisieren als Blinder oder behinderte überhaupt Und im Gymnasium habe ich das nicht hingekriegt also mit siebzehnt Das war schon zu früh.

00:01:52: Ich fühlte mich viel zu unsebständig und dass das waren nicht so realistisch.

00:01:58: Aber in der Studienzeit habe ich es geschafft zu organisiert.

00:02:02: Mein Uni war zum Glück sehr positiv.

00:02:06: Habe ich erst mal eigentlich von Frankreich geträumt, also ich spiele Orgel bin Organistin und da ist Frankreich und Deutschland ein sehr wichtiger Länder auch rein fachlich.

00:02:19: Und dann war irgendwie Deutschland gute zweite Alternative.

00:02:25: Aber ja Dann habe ich da in Also gleich vor die Pandemiezeit, ein Auslandsjahr in Stuttgart gemacht.

00:02:36: Dann gab es eine deutsche Kommilitonin, die in Norwegen war das ja vorhin und es gab immer mehr Kontakte zu Deutschland.

00:02:46: Und dann habe ich gedacht naja, dass ist ja ausspannend!

00:02:49: Dann nutzen wir diese Möglichkeit, da gab's auch eine Möglichkeit mit einer Gastfamilie zu wohnen und das ist ja immer besser für Sprachlernen und so... Über diese Kommilitonien, sie hat mir sehr viel geholfen.

00:03:05: Das war in zwei Jahrzehnt neunzehn und aber dann hatte ich wirklich zwei Jahre vorher angefangen mit der Recherche.

00:03:13: Also das kommt nicht von allein.

00:03:16: Ich glaube, dass ist fast das größte Projekt was ich je hatte.

00:03:22: Wirklich!

00:03:22: Nicht leicht, aber es hat sich am Ende doch ergeben.

00:03:27: Und dann haben wir das ganze Jahr in der Gastfamilie gewohnt.

00:03:31: Ja, soweit es ging da kam ja die Pandemie aber so viel wie möglich.

00:03:37: Sehr mehr Kirchenmusik studiert und am Anfang in Norwegen.

00:03:42: an welcher Uni denn?

00:03:44: Vielleicht wieder diese Neugierigkeit.

00:03:45: Die meisten machen das in der Hauptstadt in Oslo.

00:03:49: Ich wollte aber mal erleben in Nordnorwegen zu wohnen.

00:03:53: also ich bin aus Trondheim Das ist nicht Nord-Norwegen, das ist so in der Mitte.

00:04:00: Eine Stadt so ungefähr so groß wie Rostock vielleicht?

00:04:03: So zweihunderttausend Einwohner.

00:04:06: und dann habe ich aber in Trumps studiert ganz oben im Norden Und weil da gab es auch einen sehr guten Orgellehrer Ist eine kleine Musikhochschule sehr klein Vielleicht zu klein hab ich im Nachgang festgestellt.

00:04:22: ein bisschen zu wenig Studenten Aber mit der Vorteil, dass man immer Überzeit hat.

00:04:29: Immer ein Orgel frei, immer darf man alles Mögliche in der Stadt tun auch in die größten Kirchen spielen und so weiter.

00:04:39: Ja?

00:04:40: Und warum Kirchenmusik und nicht allgemein Musikwissenschaften oder ein ähnliches Fach?

00:04:47: Ich denke ja mehrere Gründe.

00:04:50: also ich hatte ja seit ich elf war schon Orgel gespielt Also Klavier ab acht und dann habe ich eine Orgel gewechselt mit elf.

00:04:59: Da hatte ich schon so lange Beine, ich konnte schon Fedale spielen.

00:05:03: Glücklich bin ich recht groß für ein Frau!

00:05:06: Und ja das hat Spaß gemacht.

00:05:10: Ich hab mich mit siebzehn dafür entschieden dass jetzt mache ich das wirklich?

00:05:16: Ich versuche das zu studieren und das als Beruf zu haben weil Erstens, weil es sicherer ist als andere Musikinberehen muss man ehrlich sagen.

00:05:25: Also man kriegt ganz ziemlich einfach einen Job und feste Stelle.

00:05:31: Und zweitens, Weil Es ist irgendwie Musik-und Menschen in einem Job.

00:05:38: Es geht nicht nur darum Konzerte zu spielen Artistinnen sein was mir auch gefällt.

00:05:43: aber Man isst auch irgendwie in Gottesdienste oder Hochzeiten, Beerdigungen oder in Chorarbeit und so.

00:05:52: Ein Helfer?

00:05:54: Ein Lehrer?

00:05:55: Irgendwas was es so eine extra Dimension gibt, das mir sehr gefällt.

00:06:00: Haben Sie denn da auch Gelegenheit gehabt oder haben die noch bei Gottesdienten oder besonderen Ereignissen wie Hochzeit oder Beerdigung mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, auch wenn sie die vorher vielleicht nicht kannten?

00:06:15: Ja, muss man eben.

00:06:16: Weil es muss ja alles geplant werden und Teil von der Arbeit ist die Musik auszuwählen.

00:06:23: Und viele sind vielleicht gar nicht sicher was sie haben möchten oder was sie suchen.

00:06:28: Dann ist es wirklich das mit den zu reden, zu verstehen was für Menschen das sind, was könnte hier passen?

00:06:37: Was würde ein schönes Harmonie einen schönen Tag für denen schaffen.

00:06:42: Und der Teil von Arbeit gefällt mir auch wirklich sehr.

00:06:46: Wo wir weiter reden muss ich aber sagen, ich habe gerade keine Feststelle in einer Kirche.

00:06:51: Ich arbeite nur frei beruflich und nicht nur mit Spielen sondern auch so mehr Büroarbeit rund um Musik und Inklusion.

00:07:00: Nur dass sie das wissen, dass es ein bisschen anders sich ergehen gerade hat geplant irgendwie.

00:07:06: Aber das kommt noch wieder.

00:07:09: Erzählen Sie mal, was Sie im Augenblick beruflich machen an Projekten und ja, wo sie auch musikalisch vielleicht auch ehrenamtlich oder als FOBIE aktiv sind.

00:07:21: Die Frage kriege ich immer!

00:07:22: Und da bin ich fast ein bisschen unsicher weil das ist immer so viel Verschiedenes zum freien Beruflerleben, so'n bisschen chaotisch keine Woche sind ähnlich.

00:07:33: Ich bin sehr dankbar, weil das alles super spannend.

00:07:39: Aber ich würde sagen, es geht irgendwie immer um Musik und Inklusion in irgendeine Form.

00:07:47: Und gerne über sehr Behinderte.

00:07:50: Und wie wir teilnehmen können... Also ich war in der normalen Schule.

00:07:55: In Norwegen gibt es keine Blickenschulen oder keine Förderschule.

00:08:00: Alle sind in der normale Schule was manchmal sehr gut funktioniert, manchmal nicht so gut.

00:08:06: für mich hat's gut geklappt bis zum Studium.

00:08:10: Da habe ich gemerkt, dass es doch vielleicht etwas zu wenig Unterricht zur Preilmusiknoten war.

00:08:20: Ich hatte ein paar Kurser gehabt.

00:08:22: aber als ich da in der Musikstudie kam, da habe ich auch gemerkt das war vielleicht doch etwas zu wenig.

00:08:29: Aber dann muss man ja Lehrer finden die das unterrichten können und nicht so viele kennen die Bundnotenschrift.

00:08:36: Für mich ist es wirklich sehr notwendig, also mit Orgelspiel dann kommt man fast nicht klar ohne.

00:08:42: Also das ist... Man kann ja viel improvisieren und so aber man muss schon Stücke lernen Und vor allem im klassischen Bereich ist es halt schwierig.

00:08:51: Dann wurde die Studie in Zeit.

00:08:52: sie war sehr spannend ich habe viel gelernt Aber es gab auch richtig große Herausforderungen, muss ich ehrlich sagen Weil meine Professoren, meine Lehrer konnten nicht meine Fragen beantworten.

00:09:04: Also nicht nur zu Preilschriftnoten, aber auch generell wie macht man sein Job als blindem Musiker?

00:09:11: Wie kommt man klar mit der Lehrplanung wo man sehr viel lernen soll in kurzer Zeit wenn man auswendig lernt.

00:09:19: Also sie müssen die Stücke spielen, Aufsende klären.

00:09:22: Ja das ist ja so weil wir haben nicht die Hände frei zum Lesen.

00:09:28: Das sind so Spezialfachkenntnisse was gerade.

00:09:32: ich glaube früher war es besser und wird vielleicht auch später wieder gut aber gerade war die Kenntnis sehr begrenzt in Norwegen zumindest.

00:09:41: In Deutschland ist es etwas besser aber hier ist es auch nicht immer leicht die richtigen Leute um den Kompetenz zu finden.

00:09:50: Bei uns war es wirklich sehr wenig und dann muss man als Studentin irgendwie fast ein Forschungsprojekt daneben haben, alles rauszukriegen wie man das in die Lösungen findet und das macht natürlich müde.

00:10:03: Ja,

00:10:04: dauert lange noch.

00:10:08: Ich wusste dass ich nicht das in den normalen vier Jahren schaffe, dass ich fünf Jahre haben muss aber trotzdem.

00:10:14: Deswegen, glaube ich, sind diese Sachen mit Informationen zu geben.

00:10:20: Vielleicht ja Unterricht zu geben oder Beratung oder auch die Technologie gut auszunutzen und so.

00:10:27: Solche Sachen sind für mich sehr wichtig geworden und ist auch ein Großteil von meiner Arbeit gerade.

00:10:33: Seit Jahr-Einundzwanzig schon durfte ich eigentlich recht international arbeiten bei, also mit Daisy.

00:10:43: Kennen Sie sicher die globale Organisation für barrierefreie Literatur?

00:10:48: Ja.

00:10:49: Die haben ein großes Projekt, aus dem Jahr zwei Tausend Achtzehn gestartet, die Verbreitung und Zugang zu Preilnoten zu verbessern.

00:10:58: Und das mache ich noch zum Beispiel mit Technologie also so Programme testen als Nutzer zu sagen ja wie funktioniert das für mich im Musikalltag, also ich kann ja keine Programme schreiben.

00:11:14: Aber ich kann die Testen und Rückmeldungen geben.

00:11:18: oder Info zu sammeln, zu verbreiten ist ja häufig das Problem an die Infos zu kommen.

00:11:27: Also wo liest man darüber was möglich ist?

00:11:31: Und zum Beispiel das sehr verbreitete Mainstream-Programm MewScore Da schreiben viele Musik damit.

00:11:42: Das macht gerade auch Punktnotenschrift rein, also das ist ja so ein Projekt wo Daisy mit Kompetenz und Geld und so beiträgt.

00:11:56: Ein anderes Beispiel ist das Do-It-Projekt von Daisy Bellesen und das war meine erste Arbeit in Deutschland eben.

00:12:05: Das war krass!

00:12:05: Ich kam in ... ... in... ... zweiundzwanzig nach Leipzig.

00:12:09: Also da war ich zurück in Norwegen, hat mein Studium fertig gemacht und dann kam ich dann im Herbst.

00:12:17: Und dann habe ich von das Projekt gehört und dann war ich wirklich in Vorstellungsgespräch, meine ich nur ein paar Monate danach.

00:12:27: Da war ich recht aufgeregt, sie musste das auf Deutsch machen und dann durfte ich zusammen mit Diana Lorenz die andere Projektordinatorin haben wir irgendetwas mal bekommen und durfte dann drei Jahre dieses Projekt leiten.

00:12:42: Das war super spannend!

00:12:45: Was ist da genau die Aufgabe?

00:12:48: Die Aufgaben dort, also jetzt steht es ja, ist fertig... das war alles von Webseite von Barrierefreiheit testen bis zum Beratung für die Lehrer Und in der Berufung von Unterrichtskonzepte und so, dass es wirklich für Blinde funktioniert.

00:13:07: Ich war auch Selbsttestschülerin ein paar Mal in Instrumenten wo ich nicht kann... ...und habe die Testschüler gefunden das wir auch Unterricht durchgeführt haben mit den Lehrer zu sehen.

00:13:21: sind die Erklärungen genau genug.

00:13:23: Ich hab stundenlang Videos durchgehört Ganz kritisch.

00:13:27: Na ja, hier ist nicht ganz genau her.

00:13:29: Wir müssen noch mal erklärt werden weil alles muss ja sehr genau beschrieben werden.

00:13:35: Welche Instrumente die Sie nicht konnten vorher haben wir denn da getestet?

00:13:41: BASS zum Beispiel.

00:13:42: L-Bass.

00:13:45: Da hatte ich eine Stunde mit der Dillerin.

00:13:48: Ja was bedeutet Ihnen persönlich denn Musik also emotional und für ihr Leben jetzt mal abgesehen vom Beruf oder von beruflichen Projekten.

00:14:00: Also ich bin ja auch mit Kirche und Küstentum aufgewachsen, also ich fand immer Musik irgendwie so einen kleinen Himmels-Einblick oder Teil oder wie man das sagen soll auf Erde.

00:14:18: Es ist etwas ganz Besonderes dabei.

00:14:22: was es genau ist weiß ich nicht, aber es bedeutet für mich unglaublich viel und ist auch so eine Art zu kommunizieren glaube ich übersprachen hinweg.

00:14:33: Ja das ist ja was alle Menschen irgendwie brauchen egal ob man dasselbst was spielt oder nur Zuhörer ist oder so... Es gibt ja in allen Kulturen und ich glaube sowas brauchen wir in dieser Zeit.

00:14:50: Es gibt immer mehr Trennung.

00:14:54: ist was dagegen kommt, glaube ich.

00:14:59: Was verbindet das?

00:15:00: Ja genau!

00:15:02: Worin sehen Sie denn Unterschiede im Leben blinder und siebehinderte Menschen in Norwegen und in Deutschland?

00:15:09: also ja gibt es da in der Gesellschaft in Norwing mehr oder weniger Probleme?

00:15:15: wie sieht's mit Barrierefreiheit aus?

00:15:16: das ist jetzt wahrscheinlich sehr umfangreich aber vielleicht können sich ein paar Dinge herausgreifen.

00:15:21: Ja, da muss man vielleicht noch einen Artikel dazu schreiben.

00:15:24: das ist wirklich ein total spannendes Thema.

00:15:26: auch ich habe ja jetzt das Privilegium die Länder zu vergleichen was wirklich sehr interessant ist.

00:15:33: Ich würde nicht sagen dass ein besser ist oder so ist nur unterschiedliche Lösungen und ich finde einige Sachen in Norwegen besser oder leichter und einige Sachen im Deutschland besser Was zum Beispiel ein Unterschied ist, was ich schon erwähnt habe mit der Schulung.

00:15:53: In Norwegen gibt es keine Förderschulen mehr seit Jahren nicht.

00:15:56: Deswegen muss man in der normale Schule sein und das funktioniert recht gut in viele Fälle aber eben nicht so gut für andere.

00:16:06: Und hier hat man Erdebahnen.

00:16:08: Werden denn die Hilfsmittel dann schnell zur Verfügung gestellt?

00:16:11: Denn die braucht man da nun einmal in der Schule.

00:16:13: Ja, das Metilsmittel finde ich auch in Norwegen leichter.

00:16:17: Da gibt es nur eine Stelle, wo man beantragen muss.

00:16:20: Nicht vier verschiedene Ämter.

00:16:22: Das finde ich in Deutschland immer noch schwer zu verstehen und die Schüler kriegen natürlich Hilfsmittel.

00:16:30: das ist selbstverständlich was ich in deutschland zum beispiel vielleicht besser finde dass wir ja es leichter mit öffentliche verkehr zu fahren.

00:16:39: wir haben auch teilweise kostenlos oder gute preise und Ich habe manchmal also das wird Es ist ja von meiner Meinung nach und so.

00:16:50: Ich habe hier keine Statistik oder Forschung oder so, dass man manchmal das Gefühl hat Norwegen hat mehr Geld also leicht mit Hilfsmittel und so.

00:17:00: aber Deutschland hat mehr Kompetenz weil es mehr Leute gibt und vielleicht auch mehr Förderschulen mit Kompetenzen und so Dass die Schulung vielleicht besser ist.

00:17:11: oder man mehr Möglichkeiten hat

00:17:12: in Deutschland Blinder oder Seminatum, mehr Möglichkeiten hat sich also in der Allgemeinen Schule Schulbildung ein gutes Abitur zu machen.

00:17:25: Oder überhaupt einen guten Bildungsseek?

00:17:29: Ja oder dass man da wenn es nicht funktioniert zur Förderschule gehen kann oder zur Kurse und es gibt auch natürlich auch Kurse uns so in Norwegen.

00:17:38: das ist nichts so dass es gar nicht gibt.

00:17:41: Aber zum Beispiel, was ich schon erzählt habe für ein Spezialgebiet wie Musik oder so.

00:17:45: Dass ich hier mehr Leute hab zu fragen, es gibt zum Beispiel mehr Kurse zur Breilnotenschrift für Jugendliche oder es gibt Organisationen und Gruppen die genau mit diese Fragen arbeiten, dass man einfach mehr mehr Leute haben.

00:18:05: In Norwegen gibt es ungefähr so viele Leute wie in Berlin, im ganzen Land.

00:18:09: Ja genau!

00:18:11: Das ist ja irgendwie logisch.

00:18:14: und eine Sache die ich vermisse ist zur Alltagsassistenz.

00:18:21: also wenn man nicht ganz allein klar kommt aber vielleicht ein bisschen Hilfe braucht zu... Ich weiß nicht für bisschen zu Hause oder ein bisschen für Klamotten-Schocken gehen, oder was es eben so ist.

00:18:33: Das Leben muss ja irgendwie funktionieren und die Arbeitsassistenz, das ist in beide Länder irgendwie in Ordnung, das kriegt man aber Alltagsassistenzen.

00:18:46: Das finde ich auch hier schwer zu verstehen wie das gedacht ist.

00:18:49: Man muss aber sagen in Norwegen kriegen nicht alle das.

00:18:52: Es ist nicht so einfach als alles wird sehr individuell.

00:18:57: muss man beantragen, dass es nicht leicht ist.

00:18:59: Wir haben auch unsere bürokratische Probleme wirklich.

00:19:03: Aber ich hatte Glück und habe genug Stunden Alltagsassistenz gehabt in meiner Studienzeit.

00:19:08: Und das war schon ... Da konnte ich schon ganz frei leben also wie ich wollte.

00:19:14: Ja, schön!

00:19:16: Das hab ich dann mal wirklich erlebt und weiß so kann es sein wenn man vielleicht Muss es ein bisschen Assistenz geben, volle Gleichstellung zu schaffen?

00:19:27: Also ich sage nicht für alle.

00:19:29: Natürlich nicht!

00:19:29: Aber für mich in dieser Situation war das eben notwendig und ich meine also nicht damit dass man so selbstständig wie möglich sein soll.

00:19:41: Das mein ich natürlich auch.

00:19:43: aber vielleicht ist es eine Hilfe wenn man da ein bisschen Unterstützung bekommt und dann kann man in Arbeit weiter schaffen und sowas.

00:19:52: Energiefrage, ja.

00:19:54: Na ja für uns blinde und siebenderte Menschen ist es vor allem bei der Mobilität von A nach B kommen.

00:20:00: Das klappt nicht nur nach Navi und weiß ich nicht.

00:20:05: Dann gibt's in Norwegen... Da müssen wir für öffentlicher Verkehr bezahlen also reduzierte Preise aber nicht kostenlos wie hier.

00:20:13: das ist sehr besser.

00:20:15: Aber wir haben billige Taxilösung.

00:20:17: wenn man eben nichts öffentliches Verkehr benutzen kann überhaupt und sich nicht auskennt, da gibt es eine ja begrenzte Anteil Taxifahrten aber schon.

00:20:29: Das vermisse ich auch her.

00:20:32: Könnten Sie sich denn vorstellen eines Tages wieder in Norwegen zu leben oder möchten sie Deutschland bleiben?

00:20:38: Ich weiß wir sind jetzt verheiratet.

00:20:40: das hängt natürlich auch vom Ehepartner abklar.

00:20:42: Naja er spricht auf ließend norwegisch.

00:20:45: Ah toll!

00:20:45: Er hat das gelernt vor mir zusammen waren dass er arbeitet auch sehr mit viel mit Norwegen zusammen.

00:20:52: Das können wir, das werden wir aber nicht tun.

00:20:56: die nächste Zeit ob es mal in Zukunft wird.

00:20:59: Das kann sein, das weiß ich nicht.

00:21:02: Ich möchte aber nicht hin und her ziehen zu oft.

00:21:06: Das schafft schon viel Arbeit!

00:21:10: Und ich habe ja wirklich das Ziel hier wirklich in alles reinzukommen und auch so gut wie möglich Deutsch zu lernen auch her arbeiten und so die nächste Zeit.

00:21:24: Aber Urlaub und Familie, da besteht noch Kontakt?

00:21:27: Natürlich ist es ja auch schön wenn es... Ja, wenn es um thirty-fünf Grad hier in Leipzig ist dann bin ich lieber dort.

00:21:38: Habe ich gar nicht gesagt ein Projekt wo ich auch noch arbeite und eigentlich einen Großteil von meiner Arbeit ist ja auch in Norwegen noch

00:21:48: Der

00:21:49: Kirchengesangsbuch in Norwegen barrierefrei zu schaffen, weil das war ein Problem bei uns.

00:21:55: Barrierefreien Breichrift und Großdruck oder?

00:21:58: Ja

00:21:58: so was ja genau!

00:21:59: Und digital vor allem.

00:22:01: Eine Frage, die ich eigentlich von am Anfang vielleicht stellen soll... Sind Sie denn vom Geburt an blind oder von Kindheit an?

00:22:09: Ich bin also wirklich stark sehr behindert geboren.

00:22:12: Also ich konnte maximal zehn Prozent sehen, vielleicht auch nur fünf.

00:22:17: Ich konnte aber Farben sehr gut zähnen.

00:22:19: Und Farben, die sind schon ... Die sind noch für mich sehr wichtig.

00:22:23: Aber schon mit sieben Jahren war ich voll blind.

00:22:25: Ja, ich hatte ja ein bisschen Schwarzschrift gelernt oder Blockbuchstaben.

00:22:30: Aber dann habe ich auch gleich die Breitschrift gelernt in ganz früh in der Schule.

00:22:37: Ja so Vollbild zu sein ist mittlerweile für mich ganz normal.

00:22:43: und alles Gute auf ihrem weiteren Weg.

00:23:26: turnusmäßig wieder in Berlin stattgefunden hat.

00:23:30: Sie finden die Beiträge auch auf sichtweisen-online.org und können das gesamte Sichtweisenmagazin online hören.

00:23:39: Unter dbsv minus inform.org ist es ebenso abrufbar, wie die Hörmagazine vieler Landesvereine des DBSV.

00:23:48: Wenn sie die Sichtweisen in gedruckter Form lesen möchten bestellen sie ein kostenloses Exemplar beim DSV Zeitschriftenverlag Per E-Mail an Zeitschriftenverlag.debsv.org.

00:24:02: Gern schicken wir Ihnen auch Probeexemplare anderer Ausgaben der Sichtweisen!

00:24:07: Bis zum nächsten Mal, Ihr Sichtweisenteam sagt Tschüss!

Über diesen Podcast

Hier finden Sie den Podcast des Verbandsmagazins "Sichtweisen“ vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband. Und die Hör-Reihe „Präsidiumsgespräch“. Darin beleuchten DBSV-Präsidiumsmitglieder mit Gästen aktuelle Themen, die den Verband beschäftigen.

Senden Sie Feedback und Anregungen gerne per E-Mail an podcasts@dbsv.org.
Impressum: https://www.dbsv.org/impressum.html

von und mit DBSV – Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.

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